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Liminal space

Die Ästhetik hinter dem Terminus ‘Liminal Space’ ist die, eines Raumes oder Ortes im Dazwischen. Es sind Räume, die mitten in der Transformation festzustecken scheinen. Verlassene, einsame Orte, eine Flugabfertigungshalle nachts um drei, ein Einkaufszentrum in den frühen Morgenstunden, verfallene Häuser und leere Hallen. Sie sind intermediär verortet, zwischen dem, was sie mal waren und dem, was sie noch nicht sind.


Es ist der Ort der Verwandlung, des Wartens, des Innehalten, des Nicht-Wissens. Der Raum zwischen dem Bekannten, Vertrauten und dem Unbekannten, Neuen. Beunruhigend, weil man nicht weiss was kommt, wie das Neue aussehen, sich anfühlen wird. Die alte Welt, die alte Ordnung wird zurückgelassen, ohne dass sich die neue Existenz bereits geformt hätte. Ein Ort, eine Zeit, ein Dazwischen, das die Chance des absolut Neuen in sich trägt, aber noch nicht zeigt. Die alte Welt ist zerbrochen und im Innehalten formt sich unmerklich die Neue Ordnung. Es ist der Leerlauf abseits jeglichen Nutzens. Der Prozess der Neufindung kann nicht beschleunigt werden. Er braucht so lange, wie er braucht. Der liminal space ist das Wartezimmer dafür.


Meine Fotos bewegen sich in diesem Raum und in dieser Ästhetik. Man sieht Verfallenes, Kaputtes, Zerbrochenes, Spinnweben, Staub und Dreck und fragt sich: “Was ist das für ein Ort? Warum sieht er so aus? Was ist hier passiert?” Es ist uns, als hätten wir einmal an diesem Ort gelebt. Die Dinge, die wir auf den Fotos sehen, stellen uns nicht nur die Frage, wie wir Orte bewohnen, sondern auch wie diese Orte uns bewohnen, wie wir sie mit uns, in uns tragen, selbst nachdem wir sie schon lange verlassen haben. Das „Zuhause“ und der Gedanke daran lässt sich eben nicht so einfach abstreifen und ignorieren, sondern bewohnt uns immer und überall. Sie scheinen eine Antwort auf die Frage „Was Bleibt?“ in sich zu tragen, die der Betrachter aber erst einmal in sich selber entschlüsseln muss, in dem er sich auf das Erleben, das Betrachten einlässt. Sie wirken wie aus einer anderen Welt, beunruhigend und gleichzeitig doch vertraut.

Man ahnt, was war und fragt sich, was kommen wird.



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